Zwischen Licht und Schatten

Verlust der Nacht – Wenn die Nacht zum Tag wird

„Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.“ – die unbeleuchtete natürliche Nacht, so wie sie noch Joseph von Eichendorff 1835 in seinem Gedicht „Mondnacht“ beschrieben hat, kann man in unseren Breitengraden heute kaum mehr erleben. Selbst weit außerhalb der Stadt leuchtet unser Nachthimmel durch künstliche Lichtquellen hell auf und behindert den Blick in den Sternenhimmel. Wenn es nachts nicht mehr dunkel wird, hat das Konsequenzen. Alexander Kühn, Student der Umweltpädagogik, beleuchtet die Problematik der Lichtverschmutzung am 17. März 2016 im Umweltzentrum Chemnitz.

Flyer_Licht und Schatten-minLichtverschmutzung bezeichnet die Erhellung unseres Nachthimmels durch künstliche Beleuchtung. Vor allem in Ballungszentren ist diese besonders stark, doch auch in ländlichen Regionen kann man nur noch selten die unbeleuchtete Nacht erleben. Problematisch ist dies nicht nur für unsere Energiebilanz und Astronomen – die Aufhellung des Nachthimmels zieht auch weitreichende ökologische, gesundheitliche und soziale Konsequenzen nach sich. So ist die Nacht essentiell für die Regeneration des Menschen, für die Nahrungssuche nachtaktiver Tiere oder die Photosynthese der Pflanzen. In seinem Vortrag »Zwischen Licht und Schatten. Die Auswirkungen und Regulierungsmöglichkeiten künstlicher Beleuchtung« erklärt Alexander Kühn anhand eindrücklicher Beispiele und aktueller Forschungsergebnisse den Einfluss der Lichtverschmutzung auf Mensch und Umwelt und was dagegen getan werden kann.

Licht Aus! heißt es auch wieder am 19. März zur EARTH HOUR 2016. Auch das Rathaus Chemnitz beteiligt sich an der Aktion und setzt ein Zeichen für die Umwelt. Alle Chemnitzer und Chemnitzerinnen sind aufgerufen sich mit dem Aus-Knopf symbolisch für die Reduktion von Treibhausgasen und fürs Energiesparen einzusetzen.

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